Ohne Worte

Es gibt sie, diese Texte, die für sich sprechen. Der folgende hängt über meinem Schreibtisch. Und über dem von so manch anderen Vikar.innen. Ob auch unsere Mentor.innen davon wissen?…

1. Ich bin dein Vikar, der dir vom Landeskirchenamt zugewiesen ist, du sollst keine anderen Vikare haben neben mir.

2. Du sollst dir kein falsches Bild von mir machen: Ich bin weder dein Knecht noch Lückenbüßer im Predigtplan. Denn ich, dein Vikar, bin ein eifernder Vikar, der deine Fehler an deinen Töchtern heimsucht bis ins dritte oder vierte Glied, aber Barmherzigkeit erweise ich an ihnen, wenn sie mich lieben.

3. Du sollst die Arbeitskraft deines Vikars nicht missbrauchen, denn er wird den nicht ungestraft lassen, der ihn mit Arbeit überlastet.

4. Gedenke des Feiertages, dass du ihn heiligst. Sechs Tage lang arbeitet dein Vikar im Predigerseminar, am siebten Tag sollst du ihn ruhen lassen.

5. Du sollst deinen Vikar in Ehren halten, auf dass du deine Pfarrstelle lange behaltest.

6. Du sollst die Motivation und Energie deines Vikars nicht abtöten.

7. Du sollst die Beziehungskiste deines Vikars sich ungestört entfalten lassen.

8. Du sollst deinen Vikar nicht die Ideen klauen.

9. Du sollst nicht falsch Zeugnis ablegen wider deinen Vikar, sondern in deinem Abschlussbericht zugeben, dass er eine Posaune Gottes ist, du hingegen nur eine Orgelpfeife.

10. Du sollst nicht begehren deines Vikars Weib, Auto, Ausbildungszeit, Morgenschlaf, Feierabend, Bierkiste, noch alles, was sein ist.

(Quelle: unbekannt)

…Gibt’s das auch in Probedienst?!